Formel für eine Zinsberechnung

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Formel für eine Zinsberechnung

Beitragvon Anonymous » Di 1. Aug 2006, 09:29

Hinweis: Eintrag wurde aus altem Forum importiert. Ggf. kann es dadurch zu Darstellungsproblemen kommen.
FileMaker Client Version: FM Client 8.0
FileMaker Server Version: FM Advanced Server 8.0

Hallo!

wer hat eine Idee wie man folgendes Problem lösen kann.

Eine Geldforderung wurde nach mahnen und einem Mahnbescheid nicht beglichen.
Ich möchte gerne den gesamten Betrag, welchen ich gelten machen kann gerechnen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus der Forderung und den Zinsen. Und hier ist das Problem.

Die Zinsen kann man berechnen als 5% über Basiszinssatz. der Basiszinssatz ist variabel und ändert sich mit der Zeit. Zum Beispiel
vom 1.01.2002-31.06.2002 berägt der Zins 1% usw.(also 6%in diesem Zeitraum) Die Daten liegen mir vor.

Eine Formel, welche flexibel den genauen Betrag ausrechnet ist mein Wunsch.
Weitere Infos.

Zur Zeit sieht es so aus, dass die Zeitsprünge für eine Zinsänderung vom Gesetzgeber festgelegt sind.

Weiteres Problem
Der Tag der Forderung (Rechnungsdatum) gilt nicht als Zinstag

Ich finde für diese Berechnung keine Lösung

Danke für jede Nachricht

Gruß

Rainer
Anonymous
 

Antwort

Beitragvon JTeich » Di 1. Aug 2006, 15:16

Hinweis: Eintrag wurde aus altem Forum importiert. Ggf. kann es dadurch zu Darstellungsproblemen kommen.

Das Problem ist offensichtlich das Berechnen des Basiszinssatzes, der sich zu bestimmten Zeitpunkten ändert.

Du legst eine extra Tabelle mit Basiszinssätzen an und zwei Feldern.
- Datum_Änderung
- BasisZinssatz

Hier pflegst du alle Zinssatzänderungen ein.

In deiner Forderungstabelle hast du ein Datumsfeld, das den Tag bezeichnet, der massgeblich für die Bestimmung des Basiszinssatzes ist.

Problem: dieses Datum findet sich (meist) nicht in obiger Tabelle.

Lösung: Referenz bilden mit der Option 'bei fehlender Übereinstimmung nächst kleineren Wert nehmen' auf ein extra Feld BasisZinssatz in der Forderungstabelle.

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Antwort

Beitragvon Dobingo » Di 1. Aug 2006, 20:32

Hinweis: Eintrag wurde aus altem Forum importiert. Ggf. kann es dadurch zu Darstellungsproblemen kommen.

Wenn Du Jens' Ratschläge beherzigst, kommst Du schon mal ein ganzes Stück weiter.

Jedoch musst Du, wie Du bereits geahnt hast das Mahndatum als Grundlage nehmen, folglich: speichern. Anders ausgedrückt musst Du Deine komplette Rechnung duplizieren und als Mahnung abspeichern (so hast Du auch eine Kontrolle über die Anzahl der Mahnstufen, wann welche verschickt wurde, etc). Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten entweder speicherst Du alles in der gleichen Tabelle ab, oder behandelst Mahnungen und Rechnungen unterschiedlich in jeweils einzelnen Tabellen - beides hat jeweils seine Vor- und Nachteile.


Berechnung (über Formelfelder oder Zahlenfelder mit automatischer Berechnung)

Basiszinssatz = Referenzfeld
Zinssatz = Basiszinssatz + 0,05 (evtl. auch variabel gestalten für Kunden oder bei Gesetzesänderung)
AnzahlTage = Mahndatum - Rechnungsdatum + 1

Zinsforderung = SummeNetto * Zinssatz * AnzahlTage/365
Gesamtforderung = SummeNetto + Zinsforderung

So müsstest Du alles genau ausweisen können.
Dobingo
 
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Antwort

Beitragvon Anonymous » Do 3. Aug 2006, 10:32

Hinweis: Eintrag wurde aus altem Forum importiert. Ggf. kann es dadurch zu Darstellungsproblemen kommen.

Hallo!
Erst einmal herzlichen Dank an Jens und Dobingo für Eure Antworten und der geopferten Zeit.

Den Basiszinssatz in einer gesonderten Tabelle zu verwalten ist ok. Mit einem kleinen Script kann man den Sachbearbeitern auch darauf hinweisen, aktuelle Zinssätze zu ergänzen.

Aber ich bin zu dumm Eure Ratschläge umzusetzen.

Beispiel.: die Forderung ist fällig gesesen am 01.01.2003.
die Zinsen berechnen sich also wie folgt
Forderung + Basiszins + 5 % für den Zeitraum vom 01.01.2003-01.07.2003
und dann weiter
Forderung + Basiszins + 5% für den Zeitraum vom 01.07.003-01.01.2004 und dann bis zum Tag des Antrags auf einen Vollstreckungsbescheids.

also setzt sich der gesammte Betrag zusammen aus

Forderungen
Zinsen von bis
Zinsen von bis

Gesamtforderung Forderung + Summe Zinsen

Fazit es ist für eine Forderung nicht ein Zinsatz gegeben, sondern eine Summe von verschiedenen Zinssätzen. Das geht mathematisch nur wie



Gruß

Rainer


PS Ich habe meine Zgangsdaten verlegt. War einmal unter x-ray im System
Anonymous
 

Antwort

Beitragvon Dobingo » Do 3. Aug 2006, 18:07

Hinweis: Eintrag wurde aus altem Forum importiert. Ggf. kann es dadurch zu Darstellungsproblemen kommen.

mathematisch, ist das etwas aufwendiger:
aber geht wie folgt (rein mathematisch ohne DB Aufbau)

Beispiel:
Rechnungsdatum: 1.1.
Zinsen am 1.1. = 2% + 5%
Zinsen am 1.7. = 4% + 5%
Mahndatum = 1.8.

Zinssumme = ((30.6. - 1.1) * Zinssatz1/ 365) + (( 1.8. - 1.7.) *Zinssatz2/365 )


Also musst Du eine Abfrage machen:
wenn Rechnungsdatum < höchstesZinsdatum, dann wähle kleineres.
Ich würde die Berechnung in einem Script ablaufen lassen: denn wenn das Rechnungsdatum vor "3 Zinserhöhungen" war (is zwar äußerst selten, aber die Zahlungsmoral ist manchmal äußerst fragwürdig), musst Du das auch mit berücksichtigen. Also bietet sich an, das in eine Schleife zu setzen...
Oder andere Möglichkeit: Du lässt FM die Zinssume berechnen, aber so dass Du sie selbst noch manuell nachbearbeiten kannst. Weil die Fälle, dass Rechnungen so weit zurückliegen, sind doch sehr sehr selten - und dann ist die Frage, ob wir es a) nicht sogar mit ZinsesZins Rechnung zu tun haben (Tag genau und wir sind in der Logarithus Berechnung) oder b) ob die Rechnung überhaupt beglichen wird. (lohnt sich der Aufwand?!)

Gruß Ingo
Dobingo
 
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Antwort

Beitragvon Anonymous » Fr 4. Aug 2006, 08:34

Hinweis: Eintrag wurde aus altem Forum importiert. Ggf. kann es dadurch zu Darstellungsproblemen kommen.

Hallo Ingo!

Danke für Deine schnelle Antwort. Ich werde Deinen Vorschlag versuchen umzusetzen.

Deine Frage lohnt sich das? Gute Frage.

Zur Situation. In dieser Firma hat man einen Rechtsanwart eingestellt. Mit Gehalt , Schreibtisch und PC aber ohne Software. Da fasst alle Datenbanken auf Filemaker laufen, soll auch hier Filemaker eingeführt werden.

Nun das Problem. Aus der freundlichen Phase 1. Mahnung 2. Mahnung usw. ist man schon lange raus. Kunde zahlt nicht. Ein gerichtliches Mahnverfahren ist angesagt. Also Antrag auf Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid usw. Eine genaue Zinsrechnung ist unter folgenden Gesichtspunkten wichtig.
1. Es gibt Gerichte
2. Es gibt gegnerische Anwälte

Wenn also auf Grund einer falschen Zinsberechnung der Anwalt das Verfahren "in den Sand setzt" dumm oder?

Es geht hier um vergleichsweise geringe Beräge. (ab 100 Euro). Wer dafür einen Schufa- Eintrag riskiert, Rerichtsvollzieher Eidesstattliche Vericherung, kein Auto, ekine Waschmaschine, keinen PC mehr "auf Pump" ist selber schuld.

Ingo
8.5 bietet neue Möglichkeiten.
Es gibt funktionierende Zinsrechner im Internet.
"holl aus dem Web und füge ein" ist das vielleicht ein besserer Weg.

Ich habe meine Zugangsdaten verbummelt. War mal x ray. Anonyme sollten eigendlich nicht posten.

Gruß

Rainer
Anonymous
 

Re: Antwort

Beitragvon Hardfmp » Mo 7. Feb 2011, 12:26

JTeich hat geschrieben:
Hinweis: Eintrag wurde aus altem Forum importiert. Ggf. kann es dadurch zu Darstellungsproblemen kommen.


Lösung: Referenz bilden mit der Option 'bei fehlender Übereinstimmung nächst kleineren Wert nehmen' auf ein extra Feld BasisZinssatz in der Forderungstabelle.

Jens


Hi, habe ne kurze Frage dazu, wenn ich hier die Referenz bilde, wie hoch ist dann die Ungenauigkeit (ca)?

Gruß Manuel
Hardfmp
 
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